Paradigmen in der Wirtschaft sind Weltanschauungen, die wir per se nicht weiter hinterfragen. Sie bestimmen die Richtung, in die sich ganze Wirtschaftszweige und Unternehmen hin entwickeln.

So hat beispielsweise der Verbrennungsmotor über mehr als ein Jahrhundert als herrschendes technologisches Paradigma für das Antriebskonzept in der Automobilindustrie die Innovationsaktivitäten der Automobilhersteller und Zulieferer geprägt. Die technologischen Innovationsbestrebungen in der Industrie waren auf den technologischen Fortschritt im Rahmen des technologischen Paradigmas gerichtet, z. B. auf die Steigerung der Leistungsfähigkeit bei gleichzeitiger Senkung der Emissionswerte und des Kraftstoffverbrauchs der Verbrennungsmotoren.
Paradigmen versetzen also ein Unternehmen oder einen ganzen Industriezweig in einen reaktiven Modus: Es geht nur noch darum, weitere Beweise für das Paradigma zu finden, noch bestehende Unklarheiten zu beseitigen und aus dem bestehenden Annahmegerüst neue Entscheidungen herzuleiten. Mainstream in Reinstform, das gedankenlose Schwimmen mit dem Strom. Originelle Ideen passen da nicht hinein. Ungewöhnliche Ideen, die abseitig oder schwer nachvollziehbar sind, werden von der Entscheidergeneration in Unternehmen gar nicht mehr verstanden und deshalb nicht angenommen.
Menschen in Organisationen und Unternehmen beschneiden sich vorauseilend bereits beim Denken; sie beschränken sich ausschließlich auf einen vorgegebenen Rahmen. Das Paradigma ist dabei nicht unbedingt bewusst, im Gegenteil: Meist bemerken Mitarbeiter gar nicht, dass sie alles ohne zu hinterfragen nur aus einer bestimmten Perspektive betrachten.

Erst wenn sich das Paradigma erschöpft, wie im Falle obigen Beispiels der Verbrennungsmotoren durch das Erreichen einer technischen und/oder wirtschaftlichen Grenze, wird über Alternativen nachgedacht. Wie das Beispiel zeigt, muss es dann schnell gehen, denn die Reduzierung des Treibstoffs und der Abgase lässt sich nicht einfach linear in die Zukunft fortschreiben.
Der Paradigma-Pendel schlägt in beide Richtungen aus. Doch eines ist sicher: Er fördert Tradition und lähmt Kreativität!

Hinzu kommen hohe Auslastung, suboptimale Ergebnisperformance, Wachstumsdruck, strategische Neuausrichtung, Restrukturierung einzelner Geschäftsfelder, (Personal-)Kostendruck, Effizienzsteigerungsprogramme oder auch „nur“ die Vielzahl initiierter Projekte. Das Management und die Mitarbeiter sind heute ohnehin schon einer starke Belastungsprobe unterstellt!

Wir haben mit Strategic Escapes eine Lösung entwickelt, welche die individuelle Situation im Unternehmen berücksichtigt. Zusammen mit Schachgroßmeister Stefan Kindermann und Schach-Nationalspielerin Dijana Dengler projizieren wir Denkmuster aus dem großmeisterlichen Schach-Wettkampf auf Entscheidungsprozesse in Unternehmen – eine einzigartige Kombination!
In komplexen Situationen verschaffen Sie sich in kürzester Zeit einen Gesamtüberblick und sind in der Lage, auch unter Zeitdruck und in Stresssituationen, sicher und schnell die optimale Entscheidung für Ihr Unternehmen zu treffen.
Hierzu werden über einen mehrstufigen Plan typische Denkmuster aus der großmeisterlichen Schachwelt an die Hand gegeben, mit denen wir anschließend die Situation im eigenen Unternehmen analysieren und gemeinsam Lösungen erarbeiten. Diese liegen am Ende des Workshops als sogenannte „Arbeitspakete“ vor. Als Kunde entscheiden Sie anschließend, ob die Arbeitspakete durch eigene Mitarbeiter oder beispielsweise zusammen mit uns weiter bearbeitet werden. Unsere Verpflichtung, Sie nicht nur einmal, sondern auf Ihren Wunsch hin kontinuierlich über den gesamten Change- und Transformationsprozess zu begleiten, ist der Garant für eine nachhaltige Wirkung der Ergebnisse und der Mitarbeitermotivation.

• Sie wollen einen Paradigmenwechsel herbeiführen?
• Sie wollen Ihr Unternehmen mit einem Führungs- und/oder Strategiewechsel neu auf Kurs bringen?
• Sie suchen einen Ausweg aus einer Blockadesituation – einem festgefahrenen Projekt oder einer internen Konfliktsituation?
• Ihnen geht es um Mitarbeitermotivation oder einfach nur um effizientere Prozesse?
• Sie sehen, dass es mit einer Infragestellung und Überwindung der eingefahrenen Denkmuster, Glaubenssätze und Rituale immer auch an die Grenzen der persönlichen Identität geht?

Dann sprechen Sie mit uns!

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